Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis [Mitchell])

Bachsaibling Familie: Lachsartige, Salmonidae

Andere Namen: Amerikanischer Saibling, Amerikanische Bachforelle, Rotforelle

GB: Brook Charr, Brook Trout
FR: Omble de fontaine
DK: Kildeørred
NO: Bekkrøye
SE: Amerikansk bäckröding
FI: Puronieriä
NL: Bronforel
CS: Siven americký

Merkmale:

Körperform:


  • Der Körper des Bachsaiblings ist langgestreckt und torpedoförmig mit hohem Schwanzstiel und ist hochrückiger als der der Forelle.
  • Das Maul ist endständig und weit aufsperrbar. Der Oberkiefer ist länger als beim Wandersaibling und reicht deutlich bis hinter das Auge, die Mundhöhle ist schwarz gefärbt.

Flossen:


  • Der Hinterrand der Schwanzflosse ist leicht eingekerbt.
  • Die Rückenflosse beginnt vor dem Bauchflossenansatz.
Anzahl der Hart- und Weichstrahlen
Rückenflosse Brustflosse Bauchflosse Afterflosse Schwanzflosse
5-7 14-17 1 1-16 1 10-11 3-5 9-10 19-21

Schuppen:


  • Der Bachsaibling hat sehr kleine Schuppen,
  • entlang der Seitenlinie zählt man 160-225.

Färbung:


  • Der Rücken hat eine braune bis dunkelolivgrüne, der Bauch eine gelbliche bis rötliche Grundfärbung.
    Zur Laichzeit ist die Bauchseite auffallend rot gefärbt.
  • Eine helle Marmorierung kennzeichnet den Rücken und die Rückenflosse.
  • An den Flanken sind die Punkte meist gelb und rot - die roten Punkte sind blau umrandet.
  • Bauch- und Afterflosse sind hellgelb bis rötlich, am Vorderrand weiß und schwarz gesäumt.
  • Die Schwanzflosse weist einige dunkle Querbänder auf.
  • Die Farben wechseln jedoch von Population zu Population und verändern sich auch im Laufe des Jahres.

Größe:


  • in Europa 30-55 cm,
  • in ihrer Heimat bis 90 cm

Gewicht:


  • in Europa 1-3 kg,
  • in Kanada und USA bis 7 kg

Alter:


  • 8 - 12 Jahre
Verwechslungsgefahr:
Bachsaibling Seesaibling
Bachsaibling Seesaibling
Der Rücken des Bachsaiblings ist dunkeiolivgrün und mit hellen Marmorierungen versehen.
Beim Bachsaibling sind die Rücken- und Fettflosse ähnlich gezeichnet wie der Rücken, die Schwanzflosse ist mit dunklen Qerbändern versehen.
Brust-, Bauch- und Afterflosse sind am Vorderrand auffallend weiß und schwarz gesäumt.
Der Bachsaibling hat außerdem einen größeren Kopf und rote Punkte mit bläulicher Einrahmung.
Der Rücken des Seesalblings ist nur graugrün, blaugrün oder auch braun und hat keine Marmorierung.
Dem Seesaibling fehlt das dunkle Band nach dem weißen Saum auf Brust-, Bauch- und Afterflosse.
Der Seesaibling hat gelbliche Punkte.

Lebensweise:

Vorkommen:


  • Als Kaltwasserfisch bevorzugt der Bachsaibling sauerstoffreiche Fließgewässer mit starker Strömung.
  • Im Vergleich zur Bachforelle ist er weniger empfindlich gegenüber Gewässerversauerung und weniger auf Versteckmöglichkeiten angewiesen.
  • Der Bachsabling stellt geringere Ansprüche an den Sauerstoffgehalt des Wassers als die Bachforelle, ist jedoch wärmeempfindlicher als diese.

Verbreitung:


  • Die Heimat dieser farblich attraktiven Art ist Nordamerika, wo sie von Nordkanada bis zum südlichen USA - Staat Georgia verbreitet ist. Ursprünglich bildeten die Grossen Seen und der Oberlauf des Mississippi die Westgrenze ihres Lebensraumes.
  • Heute ist der Bachsaibling auch im Westen der USA, in Südamerika, Asien und auf Neuseeland verbreitet.
  • Nach Europa wurde er Ende des vorigen Jahrhunderts (1884) eingeführt.

Fortpflanzung:


  • Der Bachsaibling laicht wie die Bachforelle auf Kiesgrund.
  • Die Eier werden durch die Wirbelbewegung des Elternpaars in den Grund eingewühlt.
  • Da Saiblinge und Forellen ähnliche Laichplätze aufsuchen, kommt es zuweilen zur Entstehung von unfruchtbaren Kreuzungen mit einem marmorierten Farbkleid. Diese werden auch als Tigerfisch oder Tigerforelle bezeichnet.

Laichzeit: September bis teilweise März

Eizahl: 2.000 Eier pro kg Körpergewicht (Durchmesser von etwa 4 mm)

Entwicklung:


  • Mit zwei oder drei Jahren erreicht er seine Geschlechtsreife.

Nahrung:


  • Die Hauptnahrung besteht aus Köcherfliegenlarven, Kleinfischen oder Insekten.

Fangtipps:

  • ...

Gesetzliche Schonzeiten und Mindestmaße:

Bundesland Schonzeit Mindestmaß
Baden-Württemberg cm
Bayern cm
Berlin cm
Brandenburg cm
Bremen cm
Hamburg cm
Hessen cm
Mecklenburg-Vorpommern cm
Niedersachsen cm
Nordrhein-Westfalen cm
Rheinland-Pfalz cm
Saarland cm
Sachsen cm
Sachsen-Anhalt cm
Schleswig-Holstein cm
Thüringen cm
Angaben ohne Gewähr
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